Cento: die Stadt von Guercino

Cento: die Stadt von Guercino

Der Ausgangspunkt dieser Tour ist die Stadtburg aus dem 14. Jhd. Von ihrem mächtigen Turm aus konnte man die Gegend weit überblicken und konnte deshalb cento-nelle-terre-guercino auch den Ansturm feindlicher Truppen früh erkennen. Während des Rundgangs in der Altstadt kann man das Stadttheater Borgatti bewundern, ein architektonisches Schmuckstück, dessen Fassade mit Cottoverzierungen geschmückt ist. Es wird mit Recht als „das Größte unter den kleinen italienischen Theatern“ beschrieben. Wenige Schritte entfernt ist die Piazza del Guercino zu finden, an der der Palazzo Municipale und der Palazzo del Governatore liegen. Letzterer wurde 1502 von den Este anlässlich der Hochzeit von Alfonso I. d’Este und Lucrezia Borgia erbaut, als Cento an das Herzogtum Ferrara angeschlossen wurde. Im Inneren des Gebäudes befindet sich die Galerie für moderne Kunst Aroldo Bonzagni. Die Tour wird durch das jüdische Ghetto aus dem 17. Jhd. fortgesetzt, eines der wichtigsten Ghettos dieser Region, bis zur Pinakothek. Diese verfügt über die weltweit größte Sammlung von Werken von einem Maler aus Cento: Giovanni Francesco Barbieri, als Guercino bekannt, einem der wichtigsten Vertreter der Barockkunst aus dem 17. Jhd. Der Rundgang endet mit der Innenbesichtigung der Chiesa del Rosario (Rosenkranzkirche), die die bevorzugte Kirche des Guercino war und deren Fassade von ihm entworfen wurde. Für den Innenraum der Kirche schuf Guercino die eigene Familienkapelle und viele von den Meisterwerken, die dort zu bewundern sind.